Crowdfunding wie Glücksspiel

Startups und auch zahlreiche Künstler nutzen Crowdfunding seit Jahren. Anleger können dabei gemeinsam in ein Projekt investieren und versprechen sich häufig einen ansehnlichen Zinszuwachs. Das Risiko ist jedoch enorm. Kleinanleger profitieren kaum. Crowdfunding ist ein wenig wie Glücksspiel geworden. Ist es nicht cleverer, sein Geld in ein Online Casino Schweiz zu tragen, als es in einem mysteriösen Projekt zu investieren?

Wenn ich ein Online Casino besuche, kenne ich das Risiko. Doch das Rauschgefühl, Adrenalin, gibt einen zusätzlichen Kick und am Ende ist es gar nicht einmal so wichtig, ob ich gewinne. Der Spieler hat einfach eine schöne Zeit erlebt. Anders beim Crowdfunding. Besonders dann, wenn es um Startups geht, möchten Anleger am Ende mit einem Plus herausgehen. In der Regel funktioniert das aber nicht. Eine Grundregel lautet daher, dass Geld über verschiedene Projekte zu streuen.

Die Gründe

Viele Gründer, die sich für Crowdfunding entscheiden, machen das nicht ohne Grund. Vorweg sei gesagt, es gibt hin und wieder auch hervorragende Projekte, bei denen sich ein Einstieg lohnen könnte, wenn … dazu gleich mehr.

Die schiere Masse an Investitionsmöglichkeiten ist jedoch oft weit entfernt von einer klassischen Gründung. Banken oder andere Investoren würden sich daher zurückhalten, den Antrag negativ bescheiden. Der Weg übers Crowdfunding ist oft die letzte Möglichkeit. Häufig mangelt es an einem durchdachten Businessplan und an der Kenntnis der Gründer. Das Projekt wird optisch a la Social-Media Style präsentiert, in der Hoffnung, damit genügend Investoren zu begeistern. Vielfach klappt das sogar. Das Ende sieht aber meistens gleich aus. Die Anleger gehen nach einer gewissen Zeit mit dem Verlust ihrer Einlage heraus.

Interessante Projekte

Natürlich gibt es auch durchaus interessante Gründer mit ehrgeizigen Projektideen, die einen Einstieg lohnen könnte. Vielfach erfolgt das über eine stille Beteiligung. Nun kommen wir aber zu dem, wenn von gerade eben. Bei erfolgsversprechenden Projekten sind die Großen bereits an Board und haben entsprechend höherer Einlagen geleistet. Die kleinen Anleger beim Crowdfunding haben generell kein Mitspracherecht und dürfen ihre Beteiligung nicht vor einem Stichtag veräußern. Die größeren Parteien veräußern ihre jedoch meistens frühzeitig und gehen mit einem Gewinn aus der Sache heraus. Übrig bleibt der kleine Investor, der zwischen 50 – 5.000 Franken investiert.

Wie Glücksspiel

Wer in Crowdfunding investiert, muss also immer mit dem Totalverlust seines Investments rechnen und hat darüber hinaus in den meisten Fällen kein Mitspracherecht. Auch ein Streuen auf unterschiedliche Projekte bringt meistens keinen Erfolg. Vielleicht wird bei einem Investment ein Überschuss erzeugt, der aber eben nicht die Verluste aus den anderen Beteiligungen deckt. Dazu kommt, dass viele Plattformen autark reagieren und nicht unter der Aufsicht der staatlichen Finanzbehörden stehen.

Im Grunde ist das Crowdfunding immer ein Risiko. Letztlich ist der Vergleich mit einem Casino durchaus gängig. Allerdings gibt es einen Unterschied. Wenn ich 100 Franken in einem Online Casino investiere, habe ich auch ein hohes Verlustrisiko, doch auch eine Freude und viel Spaß. In manchen Fällen gelingt sogar am Ende ein guter Gewinn. Es spricht also vieles für das Glücksspiel, das übrigens zeitlich 24 Stunden am Tag möglich ist. Beim Crowdfunding hingegen gibt es viele Fristen und Punkte, die beachtet werden müssen.

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